Jahresbericht Zwangsversteigerungen im Jahr 2011
Zu Beginn des Jahres stellte der Fachverlag Argetra in einem abschließenden Bericht über die Zwangsversteigerungen im Jahr 2011 die gegenwärtige Lage auf dem Markt sowie Entwicklungstendenzen für das Jahr 2012 vor.

Wie es sich bereits im Halbjahresbericht 2011 abzeichnete, wurden im Jahr 2011 deutlich weniger  Zwangsversteigerungstermine von den bundesdeutschen Amtsgerichten einberaumt als im Jahr 2010. So sank die Zahl der Termine um 11,2 Prozent auf rund 73.000.

Ebenfalls gesunken sind die amtlich festgesetzten Verkehrswerte der zur Zwangsversteigerung freigegebenen Objekte. Demnach beläuft sich die Summe für das Jahr 2011 auf 11,6 Mrd. Euro. Den Rückgang der Verkehrswerte im Vergleich zum Vorjahr 2010 beziffert Argetra mit 14,9 Prozent bzw. 2. Mrd. Euro.

Betrachtet man die Verkehrswerte für die alten und neuen Bundesländer einzeln, ergibt sich für die alten Länder ein signifikanter Rückgang um 10,3 Prozent, während für die neuen Bundesländer die Summe aller Verkehrswerte um 13,1 Prozent sank. Ein überdurchschnittliches Absinken der Immobilien-Verkehrswerte konnte für Sachsen (14,1 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (19,8 Prozent) verzeichnet werden. Minimal gestiegen sind hingegen die Verkehrswerte im Saarland (3,2 Prozent) und in Bremen (0,2 Prozent).

An der prozentualen Verteilung der verschiedenen Immobilienarten hat sich gegenüber dem Jahr 2010 kaum etwas verändert. Nach wie vor befinden sich unter den Zwangsversteigerungsobjekten rund 32 Prozent Eigentumswohnungen, 34 Prozent Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 26 Prozent Gewerbe-, Geschäfts- und Wohnräume. Die übrigen Prozentanteile entfallen auf Grundstücke (ca. 6 Prozent) und Garagen (ca. 2 Prozent).

In ihrem Bericht geht die Argetra schließlich auch davon aus, dass sowohl die Zahl der Zwangsversteigerungstermine, als auch die Summe aller Verkehrswerte der von einer Zwangsversteigerung betroffenen  Objekte im Jahr 2012 weiter sinken werden.
 
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